Seit der historisch einmaligen Höhe der Zinssenkung im Januar scheint Bernanke auf Tauchstation.
Es geht rund an den Börsen und Bernanke behauptet das Gegenteil dessen, was Trichet sagt. Bush unterschreibt meiner Ansicht nach nur noch populistische Maßnahmen, verfolgt aber ein ganz anderes Ziel. Was wird da gespielt?
Der Dow Jones hielt ziemlich genau die von mir vor vier Wochen angekündigte Handelsspanne zwischen 12.000 und 12.750 Punkten. Anfang Februar herrschte noch die Erwartung auf weitere Leitzinssenkungen durch Ben Bernanke vor, allerdings schwand dieser Rettungsanker in den vergangenen Wochen und entsprechend fielen die Kurse auf die untere Begrenzung der Handelsspanne zurück.
Der Druck an den Finanzmärkten ist enorm: Für nachhaltig höhere Kurse werden zuerst erfolgsversprechende Schritte der US-Regierung (bspw. Ausfallbürgschaften für die Immobilien-Versicherungen) und der Notenbank (bspw. Ausgabe von Niedrigzinspapieren & Verwendung der Mittel zum Kauf von Immobilienderivaten) benötigt. Doch die sind nicht in Sicht, und so rutscht der Dow Jones immer tiefer. Jede Rallye ist nur als Zwischenerholung zu sehen.
Ein Ausbruch über 12.750 Punkte im Dow Jones wird erst möglich, wenn Bush und Bernanke aktiv werden. Die untere Handelsspanne hat auf Grund der Nichtreaktion des Gespanns Bernanke/Busch in den ersten Märztagen nicht mehr gehalten, ausgelöst durch weitere Insolvenzen und Zahlungsschwierigkeiten im angeschlagenen Immobiliensektor.
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