Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes beleuchtet in seinem Börsenbrief die diversen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank in der Analystenkonferenz von letzter Woche.

Hierbei stellt er zunächst fest: ACKERMANN MUSS MEHR ACKERN, MANN!

In der Konferenz sei der angekündigte Rekordverlust des 4. Quartals vorgestellt worden, gleichzeitig aber bereits wieder ein Rekordgewinn für Januar vermeldet worden.

Ackermann habe wie immer einen souveränen Eindruck gemacht. Sein Unternehmen werde sich nun noch konsequenter auf schwere Zeiten einstellen und mögliche Gewinne der Zukunft in den Wind schreiben, so der Vorstandsvorsitzende. Gleichzeitig bezeichnete er die Rekordabschreibung als „kitchen sink Aktion”, übersetzt hieße das soviel wie „wir haben alles abgeschrieben, was möglich war und noch mehr!”. Er wollte damit den Eindruck erwecken, dass künftig keine weiteren Abschreibungen mehr zu fürchten sein werden, so Stephan Heibel.

Allerdings habe er sich selber gleich im nächsten Satz widersprochen, indem er sagte, dass nicht mehr abgeschrieben worden wäre, als möglich gewesen sei, um die 10% Eigenkapitalquote nicht zu unterschreiten.

Also was will er uns nun sagen, fragt sich Stephan Heibel: Es wurde mehr abgeschrieben als nötig, oder es konnte nicht alles abgeschrieben werden, was nötig war, um die für Banken vorgeschriebene Eigenkapitalquote von 10% nicht zu gefährden?

Schon kurz danach habe Ackermann vom Investmentgeschäft geschwärmt: „Die Regierungen dieser Welt pumpen Milliarden in die Wirtschaft und müssen sich diese Milliarden über die Ausgabe von Staatsanleihen, die mit Hilfe der Banken platziert werden, besorgen. Und bei der Platzierung von Staatsanleihen spielt die Deutsche Bank an vorderster Front mit, werde also gut verdienen.”

Hier fürchtet Heibel, Ackermann könnte die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben, da er sich durch den politischen Linksrutsch Richtung Verstaatlichung nicht so leicht vorstellen kann, dass die Deutsche Bank fette Provisionen kassiere, wenn zugleich an anderer Stelle Milliarden in den Finanzsektor gepumpt würden.

Zwar habe Ackermann sein Institut sicher hervorragend durch die Finanzkrise gesteuert. Aber unter den Blinden sei der einäugige König und so sieht Stephan Heibel hierin noch immer keinen ausreichenden Grund, die Deutsche Bank Aktie langfristig zum Kauf zu empfehlen. Höchstens könne er sich eine kurzfristige Rallye vorstellen. Lesen Sie mehr darüber im Heibel-Ticker Börsenbrief.

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