Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes, stellt in seinem Börsenbrief fest, dass sich der gesunde Menschenverstand an den weltweiten Börsen verabschiedet hat. Es zählen weder die altbekannten Bewertungskriterien, wie KGV, KUV oder Dividendenrendite, noch die Bonität der Unternehmen. Vielmehr orientieren sich die automatisierten Handelssysteme an technischen Unterstützungen und Widerstandslinien. Diese Handelssysteme bestimmen momentan die Märkte. Die dadurch ausgelösten täglichen Schwankungen erfolgen oft zu schnell, als dass Menschen reagieren könnten, sich eine Meinung bilden und entsprechend zu handeln.
Wer in diesen Tagen ein an Durchschnittslinien orientiertes Daytrading betreibt, kann sich eine goldene Nase verdienen. Oft auf dem falschen Fuß werden hingegen Händler erwischt, die sich an Verhaltensindikatoren wie Put/Call Ratio oder Relative Strengh Index orientieren oder gar auf die panischen Berichte der Medien reagieren. Heute hält das Chaos länger an, als jemals in Verhaltensindizes gemessen wurde, denn die gab es vor 80 Jahren noch gar nicht, so Stephan Heibel.
Weiter beleuchtet Stephan Heibel die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen. Inzwischen führt Obama in sämtlichen Umfragen deutlich. Allerdings braucht er auch einen guten Vorsprung, denn in der noch unsicheren Bevölkerung wird sich McCain am Ende dort noch Stimmen holen. Wer unsicher ist, bleibt am Ende dann doch bei dem Altbewährten, eher als auf einen jungen Revolutionär zu setzten.
Stephan Heibel gibt Obama zwar gute Chancen, da er mit 49,5 zu 42,7 vorne liegt, gewonnen sei die Wahl aber noch nicht.
Wie Sie Ihr Portfolio in diesen Krisenzeiten schützen, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.