Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes beschreibt in seinem Börsenbrief den Belastungstest der großen US-Banken als bereits langweilig. Von Tim Geithner ins Leben gerufen, damit man die Verfassung des Finanzsektors vor dem Hintergrund eventueller weiterer Problem besser abschätzen könne, gäbe es hierzu bislang nur jede Menge Gerüchte, jedoch keine offizielle Stellungnahme zu den Ergebnissen.
So seien alle Möglichkeiten bereits in den vergangenen Tagen an der Börse durchgespielt worden, entsprechend mit entweder fallenden oder steigenden Kursen. So erwartet Heibel kein überraschendes Ergebnis. Dennoch würde die Veröffentlichung der Ergebnisse Klarheit schaffen und das alleine sei für die Börse gut.
Heibel untersucht, wie das Ergebnis aussehen müsse, um von Geithner und Obama gut aufgenommen zu werden und kommt zu dem Schluss, dass es wohl ein paar Banken geben wird, die den Test nicht bestünden. Im Nachgang sei es natürlich dann wichtig, wie damit umgegangen würde. Würde der Staat einspringen? Oder würde man die Banken in die Insolvenz schicken? Oder gäbe es eher eine interne Lösung innerhalb der Branche?
Stephan Heibel erwartet am ehesten ein paar Zwangshochzeiten, denn damit würde aufgezeigt, dass der Belastungstest wirklich kritische Banken ausfiltern konnte. Und gleichzeitig mache man deutlich, dass die Finanzbranche inzwischen wieder in der Lage wäre, mit solchen Problemfällen aus eigener Kraft fertig zu werden.
Ein solcher Ausgang würde dann wohl kaum für Überraschung sorgen, sondern es gäbe eigentlich nur ein Argument weniger für die Bären.
Heibels Handlungsstrategie auf Grund dieser Annahme lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.