Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes, untersucht in seinem Börsenbrief die Auswirkungen Obamas als zukünftiger US-Präsident auf die Biotech-Unternehmen. Hierbei stellt Stephan Heibel klar fest, dass die alte, als antizyklisch geltende Pharmaindustrie zu den Verlieren gehören wird. Wirkliche Innovationen kämen seit Jahren zumeist von Biotech-Unternehmen, die immer wieder Heilansätze finden, die aus Sicht der Pharma-Forschung nie möglich gewesen wären. Obama wird seine Politik danach ausrichten.
Das Gesundheitssystem gerät mehr und mehr hüben wie drüben aus den Fugen. Neue Medikamente müssen viel schneller zum Einsatz kommen, die Forschungskosten müssen gesenkt werden und damit anschließend auch die Kosten für Patentrechte.
Bei den meisten Forschungsunternehmen sind in den vergangenen Jahren die Pipelines immer mehr ausgetrocknet. Mit gut gefüllten Kriegskassen brachten sie jahrelang ihre Marketingkraft zum Einsatz, indem die Pharmaunternehmen kurz vor der Markteinführung Produkte kauften und sich so lange Patentrechte sicherten.
Dies war möglich, weil junge Forschungsunternehmen vielleicht genug Geld zum Forschen, aber nicht genug für eine Markteinführung haben. Und noch immer werden die dicksten Margen im Vertrieb verdient.
Ein möglicher Ansatz, diese Strukturen aufzubrechen, ist es, die Zulassungszeiten deutlich zu reduzieren. Von Forschungsbeginn bis Markteinführung rechnet man derzeit mit ca. 10 Jahren, da verschiedene Testphasen durchlaufen werden müssen, bevor ein Produkt am Menschen getestet werden darf und dann im besten Fall flächendeckend eingesetzt werden kann. An dieser Struktur wird Obama ansetzten, so Stephan Heibel.
Welche Handlungsvorschläge Stephan Heibel aus diesen Tatsachen ableitet, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.