Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes stellt in seinem Börsenbrief fest, dass die EZB hinter den Kulissen aktiv sei.

Während die Fed ihre Aktionen immer sehr öffentlichkeitswirksam ankündige, handele die EZB eher vorsichtig und möglichst unbemerkt. So habe die Fed letzte Woche nach ihrer turnusgemäßen Sitzung ihre Entscheidung über die weitere Leitzinsentwicklung mit so ziemlich den gleichen Worten bekannt gegeben, wie beim letzten Mal.

Somit sei auch diese fast gleichlautende Aussage nicht für den Kurseinbruch verantwortlich, wenngleich es in der Presse so dargestellt würde. Sehr konsequent vertrete die Fed die Haltung, dass das Zinsniveau für lange Zeit niedrig bleiben werde. Dies sei, so Heibel, absolut bullisch. Vielmehr sei die Denunziation Bernankes für den Kursrückgang verantwortlich.

Die EZB habe vor einer Woche 442 Mrd. Euro an die Banken gegeben. Diese sogenannte Einlagenfazilität soll die Banken, ca. 1000 können dies nutzen, zur Kreditvergabe ermutigen. Die Laufzeit sei auf ein Jahr beschränkt, bei nur 1% Verzinsung. Die Banken kämen nämlich derzeit nicht ihrer Pflicht nach, wieder verstärkt Kredite zu vergeben und seien stattdessen mehr damit beschäftigt, ihre Bilanzen aufzubessern. Sie verdienen am spread zwischen billig aufgenommenem Geld, das sie zu einem höheren Zins verleihen.

In welchen Aktien Stephan Heibel investiert sein möchte, wenn die Börsen wieder steigen, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.

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