Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes untersucht in seinem Börsenbrief die neuen Arbeitsmarktdaten in den USA.

Dadurch, dass die Arbeitsmarktdaten wesentlich weniger angestiegen seien, als befürchtet, so Heibel, eröffneten die US-Börsen dick im Plus. Allerdings sei dann umgehend ein Ausverkauf erfolgt und die Medien seien auf der Suche nach dem berühmten Haar in der Suppe. Entweder seien die bevorstehenden Entlassungen bei GM und Chrysler noch nicht berücksichtigt, der saisonale Effekt nicht herausgerechnet usw. In Deutschland würde man in diesem Falle erklären, dass wir wesentlich schlechtere Arbeitsmarktzahlen hätten ohne Kurzarbeit.

In Wirklichkeit zeige diese Meldung aber nur, dass der US – Notenbankchef Ben Bernanke sein Handwerk mittlerweile gelernt habe. Seit er Busch und Paulson nicht mehr als Bremse habe, flute er die Märkte mit Liquidität. Dies könne, so Heibel, ein riskantes Spiel sein, denn zu hohe Liquidität führe bekanntlich zu Inflation. Dies passiere aber nur, wenn die Wirtschaft nicht rechtzeitig Fahrt aufnehmen könne, um die Liquidität wieder abzuziehen, ohne eine Rezession zu riskieren.

Immerhin zeigten die Arbeitsmarktdaten, dass die großen Befürchtungen seitens der Amerikaner was die Massenarbeitslosigkeit anbelangt, nicht eingetroffen seien und dies gäbe Hoffnung, dass die US-Wirtschaft schon bald auf die überschüssige Liquidität aus dem Hause Bernanke verzichten könne, ohne dass der Aufschwung gefährdet würde. Somit könnte Bernakes Rechnung also aufgehen.

Entsprechende Handlungsschritte lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.

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