Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes beschreibt in seinem Börsenbrief Ideen als Lösungsansätze für Obama zur Rettung der Finanzkrise, indem er zu den Wurzeln der Krise zurück geht.

DIE URSACHE: Immobilien! Das US-System funktionierte in den vergangenen Jahren auf wachsenden Immobilienpreisen, so Stephan Heibel. Mit deren Rückgang brach das System zusammen. Somit gilt es, die Immobilienpreise zu stützen. Der effizienteste Weg wäre ein tax cut, eine Steuerkürzung speziell für die Finanzierung von Immobilien. Jedem, der eine Immobilienfinanzierung am Laufen hat, sollte ein Steuergeschenk in Höhe von 25.000 gegeben werden. Das ist in etwa der Betrag, den die US-Durchschnittsimmobilie in den vergangenen zwei Jahren an Wert verloren hat.

Dieses Steuergeschenk würde direkt in den Taschen der Häuslebauer landen und so Zwangsversteigerungen und damit den weiteren Immobilienpreisverfall, der durch solche Zwangsversteigerungen beschleunigt wird, stoppen.

Beschränkt man diese Steuerkürzung auf die Immobilien, die in den vergangenen vier Jahren gekauft wurden, so ist der Aufwand für dieses Programm durchaus überschaubar: Kalkulationen liegen bei rund 100 Mrd. USD aus. Das ist ein lächerlich kleiner Betrag gegen die 3 Billionen USD, die bereits in den Finanzsektor geflossen sind.

Ein Vorschlag, der immer häufiger diskutiert wird, ist die „Bad Bank”, die „Schlechte Bank”. Gemeint ist damit eine staatliche Bank, die alle Derivate, egal ob Immobilienderivate MBSs oder Kreditspreads CDOs oder was auch immer, aufkauft. In den USA geht man davon aus, dass das Volumen noch bei rund 3 Billionen USD liegen könnte. Doch diese 3 Billionen USD sind dann nicht weg, sondern die staatliche „Schlechte Bank” hat dann alle Zeit der Welt, um die Ratenzahlungen der Häuslebauer zu kassieren. Und gepaart mit der oben genannten Steuerkürzung würde die Zwangsversteigerungsquote drastisch fallen und der Löwenanteil, wenn nicht sogar alle diese Papiere würden zurück gezahlt werden.

Mehr über diesen Lösungsansatz und das wirkliche Problem der Banken lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.

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