Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes stellt in seinem Börsenbrief fest, dass die Munition der Bären verpufft sei.
Dies macht er an drei Dingen fest.
Erstens sei das Ergebnis des Belastungstest des US-Finanzministers für 19 US-Banken für den Markt beruhigend ausgefallen. 10 von 19 Banken bräuchten insgesamt noch weitere 75 Mrd $ Eigenkapital um die hohen Anforderungen an die Kernkapitalquote zu erfüllen. Die positive Nachricht jedoch, so Heibel, sei, dass man das TARP-Programm hierfür nicht nutzen müsse, sondern vielmehr die Banken aus eigener Kraft an das notwendige Eigenkapital kommen könnten, sei es durch Verkäufe von Unternehmensteilen, durch Zweitplatzierungen (Aktienemissionen) oder auch durch die Umwandlung von langfristigen Schulden in Eigenkapital.
Zweitens sei die Auktion der 30-Jahre laufenden US-Staatsanleihe schleppend verlaufen, das hieße, man hätte einen höheren Zins dafür bezahlen müssen. Für ein Land wie die USA, das in diesem Jahr eine neue Rekordverschuldung ausweise und auch im kommenden Jahr nicht viel besser dastehe, sei ein solcher Rückschlag fatal. Dennoch sei es auch hier den Bären nicht gelungen, erneute Befürchtungen für den Immobilienmarkt durchzusetzen, vielmehr sei die klare Haltung, dass mit höheren Zinsen die Banken wieder besser verdienten, in den Vordergrund gerückt.
Drittens sei das Quartalsergebnis von Cisco nicht so schlecht wie befürchtet ausgefallen, es habe die Erwartungen der Bären nicht erfüllt, sondern im Gegenteil: Der weltgrößte Netzwerkausstatter habe die Ergebniserwartungen sogar übertreffen können.
Wie Stephan Heibel mit der Bärenvertreibung umgeht, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.