Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes beleuchtet in seinem Börsenbrief das Vorgehen Obama’s, der die Dividendenansprüche von Vorzugsaktien einfach wegstreiche.
Des weiteren dürfe sich jeder, der über USD 250.000 p.a. verdiene, in den USA auf eine höhere Steuerlast einstellen. Wie schon Clinton, wolle auch Obama das Gesundheitssystem verbessern, allerdings mache Obama wahr damit im Gegensatz zu Clinton. So bringe er überall wo in der Pharmaindustrie noch Geld verdient würde, den Staat mit ins Spiel.
Ferner wolle er die dicken Gewinne der Ölindustrie abschöpfen, hier scheine die diskutierte CO2-Steuer eine der Möglichkeiten.
Seinen Recherchen zu Folge fürchtet Heibel, dass in vier Jahren der US-Staat wesentlich mehr Bereiche kontrollieren werde als heute, was er gerade im Biotech-Sektor für nicht ungefährlich halte. Sicher gäbe es auch Bereiche, wie die Kontrolle im Finanzsektor, wo dies sinnvoll erschiene.
Wenn Obama allerdings den Finanzmärkten das Signal sende, dass für ihn Aktionäre stets zu den Wohlhabenden gehörten, die gemolken werden könnten, dann würden die Finanzmärkte weiter einbrechen und die Grundlagen der freien Marktwirtschaft seien in Frage gestellt.
Am deutlichsten habe es Donald Trump, der Immobilienmilliardär, gesagt: Er habe gerade ein großes Grundstück in Washington DC gekauft, denn das sei in den USA die einzige Gegend, in der Wachstum zu erwarten wäre.
Wenn die Begeisterung Deutschlands für Obama dazu führe, seine Politik zu übernehmen, dann auf nach Berlin!, so Heibel.
Ob die Marktwirtschaft, frei oder sozial, also ausgedient habe, fragt sich Heibel und schätzt, Obama sei fast davon überzeugt, dass dem so sei.
Gleichzeitig jedoch kämen gegensätzliche Signale aus seinem eigenen Lager: Bernanke habe sich kürzlich FÜR die Einführung der Uptick-Rule eingesetzt, etwas, das Heibel seit über einem Jahr fordere. Inzwischen wäre bekannt geworden, dass sogar die US-Börsenaufsicht SEC sich mit dieser Frage beschäftige. Ebenso sei die harte Bilanzierungsregel „mark-to-market” immer häufiger von Mitarbeitern der Obama-Administration öffentlich als für diese Marktphase schädlich kritisiert worden.
Wie Stephan Heibel die weiteren Auswirkungen etwa auch die der Belastungstests für die US-Banken einschätzt, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.