Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes, untersucht in seinem Börsenbrief die Haltung Paulsons, das 700 Mrd.- Hilfspaket nun auch auf andere als die Finanzbranche auszuweiten.

Hierbei kommt Stephan Heibel zum Schluss, dass ein Schwenk von der Finanz-, allein hin zur Autobranche nicht reichen wird. Vielmehr krisele es überall, die nächsten werden die Einzelhändler sein, von denen auch die ersten bereits pleite gegangen sind: Circuit City hat die Insolvenz nach Chapter 11 beantragt.

Wenn Paulson auch in der Einzelhandelsbranche eingreifen will, muss er auch Bestbuy, RasioShack, Target und CompUSA helfen. Und diese Unternehmen haben nichts mit der Immobilienkrise zu tun. Leider beschränkt es sich auch nicht mehr nur auf das Technik-Geschäft, vielmehr haben inzwischen auch Penney sowie der Bekleidungsanbieter Abercrombie vor Umsatzeinbrüchen gewarnt.

Hingegen ist in der Immobilienbranche noch keines der großen Bauunternehmen Insolvent geworden. Pulte, DR Horton, Toll Brothers, KB Home, Hovnanian und Centex bauen allesamt noch neue Häuser, obwohl  Schätzungen zufolge mit 18 Mio. leerstehenden Häusern noch nie  so viele Häuser verfügbar waren.

Wie also sollen sich hier die Preise stabilisieren, wann wird Paulson eingreifen?

Hinzu kommt der Boeing-Streik der vergangenen Wochen. Eine ganze Industrie liegt brach, aber Paulson darf hier nicht eingreifen, denn dann hätte er sofort eine Klage wegen Wettbewerbsverzerrung von Airbus auf dem Tisch.

Nun, Fakt ist, dass Paulson zuerst 700 Mrd. US-Dollar beantragt hat, ohne zu benennen, wie er das Geld verteilen möchte, so hat man ihn auf die Finanzbranche festgenagelt. Jetzt, wo sich die Krise verbreitet, kommt er neuerlich mit dem Anspruch, das Rettungspaket auf andere Branchen auszuweiten.

Wie Stephan Heibel die weitere Entwicklung und damit die Auswirkung auf die Aktienmärkte beurteilt, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.