Stephan Heibel, Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes untersucht in seinem Börsenbrief die Auswirkungen von Bernankes Geldmarktpolitik.
So habe sich Bernanke, seit er nicht mehr unter Paulson und Bush arbeiten müsse, völlig gewandelt und verspräche nun genau das, wofür er einst geholt worden sei. Als Helikopter-Ben sei er bekannt geworden, hatte er doch offiziell verlauten lassen, er würde zur Not Geld aus Helikoptern über die Bevölkerung streuen, um eine Deflation zu vermeiden.
Das, so Heibel, genau tue er jetzt, die Geldschleusen seien weit geöffnet. Der Leitzins sei sowieso nahe null, außerdem könne sich so ziemlich jeder, der in Geldnöten stecke, nunmehr günstig bei der Fed refinanzieren.
Allerdings würde ein falsches Wort von Bernanke die Rallye sofort beenden. Wenn er heute sagen würde, er müsse ab sofort Inflationstendenzen bekämpfen, wären die Kurse schnell wieder auf dem Niveau von Februar/März dieses Jahres. Dies passiere aber nicht, Bernanke bliebe auf Kurs und teilte mit, dass die Geldschleusen weiterhin weit geöffnet blieben. Und das so lange wie nötig, bis die Wirtschaft in den USA wieder in Schwung geraten sei. Sicher werde man anschließend entsprechende Maßnahmen ergreifen, um eine Hyperinflation zu vermeiden.
Heibel sieht dies positiv und denkt, Bernanke sei durch diese Maßnahmen der Spagat zwischen Rezessionsbekämpfung und Inflationsvermeidung
gut gelungen. Die Aktienanleger wüssten, dass auch weiterhin wirtschaftliche Risiken für einzelne Unternehmen bestünden sobald die Geldschleusen geschlossen würden und die Anleiheeigner könnten davon ausgehen, dass eine etwaige Inflation im Rahmen bleiben sollte.
Was für Handlungsschritte auf diese Tatsachen folgen, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.