Wer einen Ausgleich zur berufsmäßig ausgeübten Tätigkeit am Schreibtisch und Computer braucht, sollte sich einen Holzofen oder den aus Kanada stammenden Bullerjan anschaffen. Nicht dass man durch eine etwaige unzureichende Heizleistung in die Lage versetzt würde, sich in den Wintermonaten in dicke Pullover zu hüllen oder permanent in Bewegung zu bleiben, nein – der die Gesundheit stärkende Einfluss eines Ofens dieser Art liegt darin, dass bereits die Beschaffung und Bearbeitung des geeigneten Brennmaterials – soweit ein gewisses handwerkliches Geschick als vorhanden bezeichnet werden kann – mit dem richtigen Werkzeug der totale Spaßfaktor wird.
Der Geruch von gesägtem frischen Brennholz, dass möglicherweise ortsüblich im Wald gesammelt oder aber in großen Stücken geliefert werden kann, muß nämlich, damit es für die Brennkammer der Holzheizung ausreichend klein ist, mittels Axt, Beil und Säge in handliche Stücke zerkleinert werden. Wenn diese Bearbeitung des Brennmaterials nicht gerade in der Situation des entstehenden Bedarfs vorgenommen wird, besteht keine Eile und Verletzungen können so durch besonnenes Arbeiten mit den geschärften Schneidewerkzeugen ausgeschlossen bleiben. Holzhacken ist Männersache und weckt die im Manne schlummernden Urinstinkte vergangener Epochen. Körperliche Arbeit, die bestens geeignet ist die Naturentfremdung für eine gewisse Zeit zu überwinden und um sich auch mal richtig abzureagieren.
Zu den weiteren günstigen Einflüssen der Inbetriebnahme von einem Bullerjan gehört neben der angenehmen Wärmeentwicklung auch das das Gemüt schmeichelnde Knacken und Prasseln des Feuers, welches ganz anders klingt, als das stereotype Pfeifen der Zentralheizung und die Freude und tiefempfundene Geborgenheit beim Blick in die Flammen, welcher Erinnerungen an die in der Jugendzeit verlebten Zeltferien weckt.