In seinem Heibel-Ticker Börsenbrief stellt der Herausgeber, Stephan Heibel, erneut fest, dass die Börse natürlich keine Einbahnstraße sei und so gab es nach enormen Kursgewinnen Anfang des Jahres 2010 nun vergangene Woche eine Verschnaufpause.
Und dies, obwohl J.P.Morgan wie auch Intel gute Quartalszahlen meldeten. So verdiente Intel 40 Cent pro Aktie gegenüber nur 4 Cent im selben Quartal vor einem Jahr. J.P. Morgan verdiente nach 6 Cent vor einem Jahr in diesem Quartal 61 Cent pro Aktie.
Trotzdem erleben wir einen Ausverkauf, der so Stephan Heibel wohl nichts anderes ist, als Gewinnmitnahmen, die allerdings schlecht informierte Anleger in Panik versetzen, was die Abwärtsspirale verstärkt.
So interpretierte man in schlecht informierten Kreisen zu Intel, der Höhepunkt des Chip-Zyklus wäre durchschritten, keine Besserung mehr in Sicht und was J.P. Morgan anlangt, las man, die Immobilienkredit-Abschreibungen seien höher als erwartet. Dies war allerdings bekannt und J.P. Morgan verdiente trotz Abschreibungen immer noch 3,3 Mrd. USD. Und der Zenith der Chip-Industrie ist noch lange nicht erreicht.
Seit Jahresbeginn war der Dow Jones kontinuierlich angestiegen, nur an einem einzigen Tag schloss er bisher im Minus. So ist dort wohl eine Korrektur mehr als fällig, wo hingegen bei uns in Deutschland langsam die Sorge um unseren Euro zunimmt. Die EZB versagte Griechenland ihre Hilfe, was dazu führt, dass eine Euro-Anleihe nicht mehr eine Euro-Anleihe ist, das heißt, die Rückzahlung der Anleihe aus Griechenland ist plötzlich viel ungewisser, als die einer Anleihe aus Deutschland beispielsweise. So muss auch die Verzinsung eine andere sein und mit 3% p.a. muss Griechenland ganz schön tief in die Tasche greifen, um seine Anleihe zu platzieren.
Das Ansehen des Euro ist somit angekratzt und der US Dollar steigt. Was Stephan Heibel hieraus für Handlungsschritte ableitet, lesen Sie in seinem Heibel-Ticker Börsenbrief.