Sommerprojekt Dachausbau
(djd/pt). Viele Eigenheime bergen im Dachgeschoss wertvolle Raumreserven. Da verwundert es nicht, dass der Dachausbau und Dacherneuerung auf Platz 2 der Wunschliste für kleinere Modernisierungen und größere Umbaumaßnahmen steht. Das ergab eine Umfrage unter Hausbesitzern, die das Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken e.V. im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) 2006 unternahm. Klar, dass Frühling und Sommer eine ideale Zeit sind, diese Raumreserven zu erschließen – am liebsten in Eigenleistung durch den Hausbesitzer natürlich. Allerdings unterschätzen viele Heimwerker das Projekt Dachausbau, warnt der BSB. Denn meist ist es mit der Anbringung von Dämmstoff und Gipskarton nicht getan.
Risiken beim Dachausbau vermeiden
Zunächst einmal ist zu klären, welche Nutzung dem Hauseigentümer vorschwebt. Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer, Fitnessraum oder Bad haben ganz unterschiedliche Anforderungen an Raumaufteilung und Beleuchtung, zudem sind Elektro- und Wasserinstallation zu berücksichtigen. Platz für die Treppe muss ebenfalls vorhanden sein, denn Spar- oder Steiltreppen als Zugang zu Wohn- und Arbeitsräumen verbietet der Gesetzgeber.
Mit Expertenrat auf Nummer sicher gehen
Wer sich den Ausbau in Eigenleistung zutraut, sollte dennoch vor Baubeginn einen Experten hinzuziehen. Dieser kann neben den genannten Problemen auch feststellen, ob das Dach regendicht gedeckt ist, welcher Dämmstoffaufbau im Einzelfall sinnvoll ist und in welchem Umfang Elektro-, Heizungs- oder Wasserinstallationen erweitert werden müssen. Nur der Experte kann auch beurteilen, ob bei einem Aus- oder Umbau die Statik des Dachstuhls gefährdet ist und ob ein Architekt oder Fachingenieur konsultiert werden sollte. Eine Liste mit unabhängigen Bauherrenberatern können Interessenten beim BSB unter www.bsb-ev.de oder Tel.: 030-3128001 anfordern. Für Mitglieder des Vereins ist eine Erstberatung kostenlos.