Die größte Modemesse der Welt, die Prêt á Porter Paris, ist erneut als internationaler Schauplatz für die neue Kollektion der Frankfurter Corset-Manufaktur wahrgenommen worden. Dem gegenwärtigen Trend entsprechend erweiterte Inhaber und Créateur Karl Schumacher, der sich selbst am liebsten als schneidernden Handwerker bezeichnet, sein Sortiment mit Entwürfen, die durch ihre verspielte Art aus einem im Allgemeinen eher üblich strengen Rahmen fallen.
In Form von unterschiedlichsten Verzierungen wie z. B. Blumengebilden, Schleifen und Bändchen, eingesetzter Spitze, Applikationen aus Leder und Edelmetallen, Straßkombinationen mit Swarowskisteinen und Federn aus dem Haute-Couture-Bereich sorgt Schumacher dafür, dass er sich vor Kennern der Branche nicht verstecken muß. Im Gegenteil: Seine aktuelle Serie konnte sich in der Stadt der Liebe, Lust und Leidenschaft wiederholt sehen lassen, hebt es sich doch durch viel „Chi-Chi“ von den bereits etablierten Modellen des vergangenen Jahres ab.
Optischer Clou war diesmal ein Korsett, das ganz und gar aus Python gefertigt ist.- Dies, betont der Frankfurter schmunzelnd, stünde keinesfalls Frauen unter Vorbehalt, die von Ihrer Umwelt lieblos als Schlange bezeichnet werden, und bedarf daher auch nicht der Prämisse einer gespaltenen Zunge, schließlich leben wir in eine Demokratie!
Im Herzen der Bankmetropole Frankfurt am Main befindet sich sorgsam versteckt Schumachers Corset-Manufaktur, die schon für manche Bühnen- und Film-Kostüme Ideenschmiede und Atelier war.
Die Idee, aus einem eher nur zu besonderen Anlässen getragenen Artikel, ein Modestück zu fertigen, welches nicht nur zu großer Abendrobe, sondern auch zu einer Alltagsjeans oder dem knielangen, eher langweiligen Faltenrock passt, entstand hier.