Aitrach/Minsk. Ein kleines Unternehmen aus dem baden-württembergischen Aitrach im Allgäu soll mit seinen Produkten und Wissen dazu beitragen, die Betonqualität in Belarus (Weißrussland) zu verbessern: Der Unternehmer Dr. Klaus Hörmann folgte kürzlich einer Einladung des weißrussischen Forschungsinstituts NIPTIS nach Minsk. Als einziger ausländischer Gast sprach der Geschäftsführer der Fabrino Produktionsgesellschaft mbH und Co.KG auf einer Fachtagung vor rund 80 Teilnehmern aus Politik, Industrie und Forschung über das Thema: „Sicherung einer hohen Qualität von Betonteilen durch effiziente Oberflächenbearbeitung unter Integration leistungsfähiger Kunststofffasern“.

Gastgeber der Tagung war NIPTIS-Institutsdirektor Dr. Dr. Wladimir Pilipenko. „Das Institut erarbeitet unter anderem Normen und gibt Vorschläge für die Verwendung von Baustoffen“, erklärt Hörmann am Firmensitz im baden-württembergischen Aitrach. Direktor Pilipenko unterstehe und berichte unmittelbar dem Bauminister. Hörmann soll mit seinen Produkten – unter anderem Kunststofffasern zur Verstärkung von Beton sowie Chemikalien zur Bearbeitung von Betonoberflächen – und seinem Wissen dazu beitragen, die Betonqualität in Weißrussland zu verbessern und den Beton damit langlebiger zu machen. Unter den Zuhörern war auch der stellvertretende Bauminister Michaeil Michailowitsch Abramtschuk. Besonders großes Interesse habe Abramtschuk an den leuchtenden Color Coats gezeigt. Dabei handelt es sich um von Fabrino entwickelte und weltweit patentierte Glasgranulate, die dem Beton problemlos beigemischt werden können und das untertags aufgenommene Tageslicht nachts abgeben.

Hörmann nutzte die Gelegenheit, um seine Produkte und weißrussischen Vertriebspartner vorzustellen. Bereits einige Tage nach der Veranstaltung habe Fabrino zahlreiche Anfragen erhalten, so sein positives Resümee. „Es ist davon auszugehen, dass wir maßgeblich die Technologie zur Herstellung von Beton in Belarus beeinflussen und verbessern werden“, sagte Hörmann zuversichtlich. Er habe die Gastfreundschaft in Minsk sehr genossen. Auf dem Programm stand unter anderem der Besuch einer belarussischen Sauna, in der der Allgäuer mit Birkenruten ausgepeitscht wurde. „Ein unvergessliches Erlebnis“, so der Allgäuer, der ebenfalls noch vom Besuch des Balletts „Dornröschen“ schwärmt.

Fabrino Produktionsgesellschaft mbH & Co.KG

Geschäftsführer Dr. Klaus Hörmann

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