Nach dem berühmten Staudenspezialisten Karl Förster ist selbst der kleinste Garten eine endlose Aufgabe und muss daher – je nach ausgewählten Pflanzen und Standortverhältnissen – entweder mehr oder weniger gepflegt werden. Im Wissen um die spätere, üppige Blütenpracht und die unübertroffene Schönheit, lässt sich die Mühe der Pflanzarbeit jedoch gerne in Kauf nehmen. Dabei sollten Sie die Pflanzen nach den vorherrschenden Standortgegebenheiten aussuchen. Pflanzen haben – wie in der “freien Natur” – bestimmte Lebensbereiche, wo sie einfach hingehören und dort am Besten gedeihen. Daher sind beim Pflanzen gewisse Regeln einzuhalten, um dauerhaft Freude am eigenen Garten zu haben.
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Standortgerechte Pflanzen wählen
Wie schon erwähnt, liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, Pflanzen zu wählen, die möglichst gut zu den Boden-, Licht- und Klimaverhältnissen Ihres Garten passen. Schauen Sie einfach mal, was beim Nachbarn so wächst und reden Sie ggf., womit er zu “kämpfen” hat.
Pflegeleicht oder pflegeintensiv
Ein Rosen- und Staudenbeet ist natürlich wesentlich intensiver zu pflegen als eine freiwachsende Hecke aus verschieden anspruchslosen Sträuchern oder bodendeckenden Gehölzen, die sich frei entfalten dürfen und nur selten geschnitten werden müssen.
Welche Funktion soll Ihr Garten erfüllen- seien Sie ehrlich zu sich. Hohe Ästhetik, verbunden mit viel Aufwand oder hauptsächlich schlichte Zweckgebundenheit.
Aber bitte bedenken Sie Eines. Nicht alles, was gut aussieht, muss zwangsläufig mit viel Arbeit verbunden sein. Es gibt auch den goldenen Mittelweg mit anspruchslosen Schönheiten.
Unkraut abtragen – vor der Bodenverbesserung
Sollte Ihr Boden stark mit Unkräutern besetzt sein, warten Sie noch mit der Bodenverbesserung und Pflanzung. Sonst graben Sie um und die Wurzeln sind wieder im Boden.
Einmal im zeitigen Frühjahr durchgegangen und warten, was im Herbst noch steht (besonders bei Quecken u. anderen Wurzelunkräutern). Da ich kein Freund der Chemiekeule bin, spreche ich bewusst nicht davon (nur im absoluten Notfall).
Mit einer schwarzen Abdeckfolie kann man den Unkräutern durch langanhaltenden Lichtentzug auch gut “zu Leibe rücken”, sollte das Gelände noch brach liegen und sonst noch nichts angepflanzt sein.
Bodenvorbereitung – ganz wichtig
Bei aufgeschütteten Böden einer Neuanlage oder Böden mit starkem Bewuchs tiefwurzelnder Unkräuter empfiehlt es sich, die Pflanzung nochmals um eine Saison zu verschieben, um den Boden großräumig (besonders bei stark verdichteten) auszutauschen oder eben gut vorzubereiten.
Während der Hochbauphase wird der Mutter-/ Oberboden eigentlich immer seitlich gelagert (in Erdmieten max. 1,80m hoch), um diesen später wieder – als lebende Substanz und unverdichtet – als Pflanzengrundlage einzubauen.
Bei Unsicherheit bezüglich Ihrer Bodenbeschaffenheit kontaktieren Sie doch Ihren örtlichen Fachmann – gerne auch mich. Er wird Ihnen sicher kostenfreie Auskunft geben.
Wenn Sie sich in der Lage fühlen, kann von diesem auch eine Bodenfräse stundenweise oder halbtags gemietet werden.
Aber bitte Vorsicht, wenn es Ihnen zu gefährlich erscheint, lassen Sie dem Fachmann den Vorrang. Die Maschinen sind, bei ungeübter Nutzung, nicht ungefährlich.
Maschinell oder von Hand
Natürlich gibt es noch den guten alten Spaten und die Grabschaufel. Bei sehr großen Flächen aber meist äußerst beschwerlich.
Die Bodenvorbereitung ist eine ganz entscheidende Angelegenheit, um spätere Wachstumsschäden zu vermeiden.
Bodenverbesserung
Um strapazierte Böden wieder aufzubereiten, verwende ich gerne einen Bodenaktivator (Oscorna Bodenaktivator). Besonders nachteilig wirken sich oft zu sandige Böden auf das Wachstum aus, weil diese das Wasser schlecht halten. Stauende Nässe ist ebenso ungünstig. Leiten Sie überschüssiges Wasser ab, arbeiten Sie in beiden Fällen genügend Kompost ein (ca 5 cm/ m²).
Achten Sie schon bei der Pflanzauswahl auf eher feuchtigkeits-oder trockenheitsresistente Pflanzen, je nach den besonderen Verhältnissen vor Ort.
Rhododendren, z.B. benötigen eine spezielle Moorbeeterde.
Selbst ist der Mann.
Je nachdem, wie sehr Sie sich in der Lage fühlen, bestimmte Arbeiten selbst auszuführen, können Sie natürlich, u. U., eine größere Menge Geld sparen.
Bei anspruchsvollen und speziellen Arbeiten würde ich aber dem Fachmann den Vorrang gewähren, zumal sich ja eine Sache auch nicht ins “Unendliche” ziehen sollte.
Bei Pflanzarbeiten, z.B., könnten Sie – bei Eigenarbeit – schätzungsweise 30% der Pflanzensumme einsparen, die der Fachbetrieb für die Pflanzarbeiten in etwa berechnen würde.
Ein sehr wichtiger Aspekt ist auf jeden Fall die durchdachte Planung, welche nicht dem Zufall überlassen werden darf. Aber auch hier sind die Kosten klar im Rahmen zu halten.
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