Am bekanntesten sind Holzhäuser wohl in Schweden. Aber auch in Deutschland gewinnen Holzhäuser immer mehr an Bedeutung. Waren es anfangs primär nur Gartenhäuschen aus Holz, so findet man heute immer häufiger auch Wohnhäuser in der Holzbauweise.
Holzhäuser gibt es in unterschiedlichen Bauweisen. Die wohl bekannteste Variante ist das Blockhaus, dessen Wände aus übereinander liegenden Baumstämmen bestehen. Die Stämme können sowohl unbearbeitet als auch behandelt sein. Eine weitere Bauart von Holzhäusern ist die Holzständerbauweise. Diese wurde von der Massivbauweise, der regulären Errichtung von Wohnbauten, abgeleitet. Entwickelt wurde die Holzständerbauweise in Nordamerika. Die Einwohner Nordamerikas suchten eine Möglichkeit aus leicht verfügbaren Materialien stabile Baukonstruktionen zu entwickeln. Da Holz immer verfügbar war, wandelten sie die europäische Ständerbauweise in ihre eigene Holzständerbauweise ab.
Die Holztafelbauweise beschreibt das Bauen von Holzhäusern aus Holztafeln. Hierfür werden flächige selbstragende Holztafeln verwendet. In der Regel werden diese Holztafeln als Einbauten in den Holzhausfirmen vorgefertigt und später auf der Baustelle zusammengefügt. Die Holztafelbauweise gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie zwei wesentliche Vorteile hat. Zum einen ist der Bauherr wetterunabhängig, da die Tafeln im Werk gefertigt werden. Zum anderen ist der Bau zeitlich gut planbar, da die Montage der Holztafeln auf der Baustelle in der Regel zügig erfolgt. Abzugrenzen von der Holztafelbauweise ist die Holzrahmenbauweise. Es werden ebenfalls Holztafeln verwendet. Allerdings werden diese auf der Baustelle zusätzlich mit einer Beplankung sowie einer Wärmedämmung versehen.
Grundsätzlich gewinnen Holzhäuser zunehmend an Attraktivität. Neben den geringeren Baukosten lassen sich immer mehr Bauherren von den vielfältigen Vorteilen der Holzhäuser überzeugen.