Zum Land und zur politischen Situation.

Das an der Grenze zur europäischen Union gelegene Land ist mit seinen 49 Mio. Einwohnern und einer Fläche größer als Frankreich sicherlich von Interesse für wirtschaftliche Überlegungen.

Politisch schwankt die Ukraine noch immer zwischen Osten und Westen. War die Orange Revolution eine Einladung an Europa beim Aufbau des Landes mit zu helfen?

Ich meine ja. Leider hat die Europäische Union aus Angst und Rücksicht zu Russland diese Einladung nicht verstanden.

Diese Energie und Aufbruchstimmung ist inzwischen wieder verraucht.
Russland hatte im Gegenzug keine Skrupel die Energieabhängigkeit der Ukraine politisch auszunutzen. Unmittelbar vor den Parlamentswahlen wurde kräftig mit den Energiepreisen gespielt. Damit war der Weg frei für die Regional Partei von Ministerpräsident Janukowitsch. Nun ist das Land wieder mehr Richtung Osten orientiert. Das Volk hat nach dem letzten Winter wohl mehr auf günstige Gaspreise gehofft und in dieser Frage Janukowitsch die besseren Chancen, als Freund Moskaus, eingeräumt. Es wird wohl noch längere Zeit dieses Hin und Her geben. Europa hat ob es will oder nicht auch einen Einfluss darauf. Generell kann man sagen die Ukraine ist auf den Weg  zu einem demokratischen Land.

Zur Wirtschaft des Landes.

Wirtschaftlich entwickelt sich das Land nur langsam weiter. Gerade die West- Ukraine wäre ein idealer Standort für Unternehmen aus West-Europa. Im Vergleich zu China spricht einiges dafür und natürlich auch manches dagegen.
Positiv für die Ukraine ist das Lohnniveau das ähnlich dem Chinas ist. Positiv ist auch die Entfernung zu Europa. Von der West-Ukrainischen Grenze nach Wien sind es ca. 500 km oder nach München ca. 1200 km. Positiv ist zweifelsohne auch die nach wie vor gute Ausbildung der Menschen wie auch eine gewisse Nähe zu deren Kultur.

Gehörte doch das Gebiet bis Lemberg noch zur Österreich-Ungarischen Monarchie.
Negativ für die Ukraine ist die Angst vor der Korruption. Aus der Praxis kann ich sagen ja die gibt es. Sie ist aber nicht so groß wie vielfach angenommen oder geschrieben wird. Negativ ist auch die Bürokratie. Ja der bürokratische Aufwand ist größer als in europäischen Ländern. Er lässt sich mit Erfahrung und auf Grund der günstigen Löhne auch in wirtschaftlichem Rahmen bewältigen.

Ich als Eigentümer der Most management consulting GmbH bewege mich seit 1986 in diesem Land. Mit zahlreichen Projekten haben wir die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Denjenigen die den Markteintritt in die Ukraine ob als Produzent oder als Handelsfirma wagen kann ich nur sagen die Vorbereitung des Projektes ist die wichtigste Sache. Planen sie mehr Zeit für die Einführung als sie normalerweise in Europa dafür brauchen würden.
Es kann sich ohnehin nur um ein strategisch angelegtes Projekt handeln. Entweder sie wollen den Markt erobern oder die niedrigen Produktionskosten nutzen oder beides. Wer langfristig Denkt wird seine Erfolge hier in der Ukraine feiern. Wer nur kurzfristig Geld verdienen will wird wahrscheinlich scheitern.

Weitere Informationen zum Thema und der Firma Most management consulting GmbH finden sie unter: www.most-management.at.