Man könnte meinen, als ob sich Istanbul über alle Vorschriften hinweg setzt und stattdessen Zufall, Chaos und Maßlosigkeit zum Sieg verhilft. Es sind nicht nur die monumentalen Bauwerke und öffentlichen Plätze, die das Gesicht der Stadt bestimmen und für die Istanbul berühmt ist. Unter ihrer Oberfläche erschließen sich andere Welten – intime und enge Gassen, Ecken, hinter denen sich erstaunliches verbirgt.
Der Seitenarm des die Stadt teilenden Bosporus: das Goldene Horn hat seinen Namen von der Zurschaustellung übermäßigen Prunks seiner ehemaligen Herrscher. Auf der Halbinsel, dem Horn, standen unter anderem der Kaiserpalast und das Hippodrom, die alle mit verschwenderischer Pracht ausgestattet waren.
Offiziell tummeln sich neun Millionen Einwohner in der historisch aufgeladenen Stadt, inoffiziell dürfte diese Zahl bereits überschritten worden sein. Neben dem obligatorischen großen Basar oder einem Hamam gilt es auch Galerien, Ateliers und Museen auf dem europäischen und dem asiatischen Teil der Stadt zu entdecken.
Im Dezember 2004 eröffnet, direkt am Pier von Karaköy liegend, ist das 8000 Quadratmeter große Kunst- und Gegenwartsmuseum „Istanbul Modern“. Im ersten Stock die Sammlung türkischer Malerei, die Treppe ist ein älteres Biennale Werk von Monica Bonvicini. Im Erdgeschoss auch Werke der internationalen Gegenwartskunst.
Das Museum hat sich zur Aufgabe gemacht Werke türkischer Künstler aus verschiedenen Stilrichtungen zusammen zu tragen; erweitert durch internationale Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst.
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Angesagt ist nicht genug!