Wie viele Golfplätze gibt es auf der Welt? Da kann nur geschätzt werden und vermutlich liegen solche Schätzungen weit daneben. Es sind mit Sicherheit Tausende. Ob im hohen Norden, in der Wüste Nevadas oder im Outback Australiens. Es gibt fast keine Gegend der Erde, an der nicht gegolft wird. Ausnahmen sind wahrscheinlich die beiden Polkappen, doch wird sicher der eine oder andere Polarforscher seinen Putter zum Üben dabei haben und bei vierzig Grad Minus in der warmen Station Einlochen trainieren.
Das bewahrt ihn auf jeden Fall vor einem Übel, dem jeder Golfer schon zum Opfer gefallen ist. Der Golfball wird verschlagen, der Wind treibt ihn ab oder er landet zwar auf dem Rasen um dann aber doch schön langsam in den daneben liegenden See zu rollen. Der wahrhaft tapfere Golf-Enthusiast wird sich nicht scheuen, die Schuhe aus zu ziehen und ins Wasser zu waten. Vorausgesetzt, der Golfball liegt in einer annehmbaren Tiefe. Sobald ein Taucheranzug für den Schlag aus dem Teich benötigt wird, ist das “Aus” geben des Balls wahrscheinlich sinnvoller.
Hier setzt nun ein ganzer Dienstleistungszweig ein. Die ins Wasser geschlagenen Golfbälle werden von den Golfern meist abgeschrieben. Geschäftstüchtige, meist junge und sportliche Menschen, holen die Bälle wieder aus dem See oder Teich und verwerten diese Golfbälle erneut. Ein durchaus lukrativer Nebenerwerb für Personen mit guten Beziehungen zum Platzwart des Golfclubs. In den Teich geschlagene Bälle muss es reichlich geben, denn es befinden sich einige Anbieter von so genannten “Lakeballs” (Seebälle) auf dem Markt.
Die Golfbälle selbst sind in der Regel tadellos. Wasserdicht sind sie ohnehin.