Schnarchende Männer sind Frauen ein Graus. Doch die männlichen Bettgenossen stören sich kaum daran, dass sie ihre Partnerin um den Schlaf bringen. Das kann ein entscheidender Fehler sein. Denn Mediziner haben längst erkannt, dass hinter den nächtlichen Sägegeräuschen weit mehr steckt als eine harmlose Ruhestörung. Häufig geht lautes und unregelmäßiges Schnarchen stündlich mit mehrfachen Atemstillständen einher. In Deutschland finden so rund vier Millionen Schnarcher keine wirkliche Erholung im Schlaf.
Die Folgen können lebensbedrohlich sein
Doch die wenigsten ahnen, dass sie sich damit selbst in Gefahr bringen. Denn nur bei weniger als fünf Prozent der Betroffenen werden die so genannten Schlafapnoen überhaupt erkannt und adäquat behandelt. Und dies, obwohl die Folgen lebensbedrohlich sein können: Wenn das Gaumensegel die oberen Atemwege regelmäßig für mehr als zehn Sekunden verschließt, steigt das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden und an Bluthochdruck zu erkranken. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass die nächtlichen Atemstillstände besonders häufig bei herzinsuffizienten Patienten und übergewichtigen Diabetikern auftreten, von denen ohnehin über 75 Prozent an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Bei einem Diabetiker, der unter Schlafapnoe leidet, potenzieren sich die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Teufelskreis! Umgekehrt steigert ein Schlafapnoe-Syndrom die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, da die erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen die Insulinwirkung hemmt.
Ambulante Untersuchung möglich
Um ungesunden Atempausen auf die Spur zu kommen, raten Ärzte übergewichtigen Männern ab 30, Diabetes-Patienten und auch Frauen nach der Menopause zu einer ambulanten Untersuchung mit handlichen Screeninggeräten wie ApneaLink. Nach erster Auswertung der Ergebnisse durch den Hausarzt können vertiefende Untersuchungen im Schlaflabor folgen. Sollte sich der Verdacht auf eine Schlafapnoe bestätigen, verhelfen moderne Behandlungsmethoden wie die nCPAP-Therapie (nasale kontinuierliche positive Überdrucktherapie) mit dem kompakten Atemtherapiesystem S8 den Patienten wieder zu einem gesunden Schlaf. (Quelle: djd/pt)