Vergangene Woche ist der Ölpreis im Vergleich zur Vorwoche um 8,3% eingebrochen. So fragt sich Stephan Heibel in seinem Heibel-Ticker Börsenbrief ob dieser Einbruch ein Zeichen für ein weltweit nachlassendes Konjunkturwachstum sei oder ob der Preisanstieg einfach zu groß war und es sich somit lediglich um eine gesunde Konsolidierung handele.
Letztendlich befindet sich die Ölpreisentwicklung noch immer mehrheitlich in Händen von Spekulanten, die mit großem Hebel auf die Preisentwicklung spekulieren und natürlich nicht an die tatsächliche Lieferung des Rohstoffes denken. Es entspricht eigentlich einer Wette, die sich allerdings von den Wetten im Lotteriegeschäft dahingehend unterscheidet, dass es in der Lotterie völlig dem Zufall überlassen bleibt, bei der Ölpreisspekulation es sich jedoch um volkswirtschaftliche Einflüsse handelt, die verschiedene Marktteilnehmer unterschiedlich beurteilen.
Leider beeinflussen diese Wetten die Ölpreisentwicklung unabhängig von volkswirtschaftlichen Ergebnissen.
Daraus ergeben sich teilweise verrückte Schlussfolgerungen: Die Marktteilnehmer sehen einen steigenden Ölpreis als Bestätigung eines weltweiten Konjunkturaufschwungs, somit steigen die Aktienkurse. Das ist teilweise unlogisch, denn die Unternehmen müssen das Öl teurer einkaufen, was ihren Gewinn schmälert.
Ein fallender Ölpreis hingegen macht die Anleger nervös. Ist das ein Zeichen, dass der Aufschwung auf wackeligem Fundament steht? Andererseits kommt ein fallender Ölpreis fast einer Steuererleichterung gleich und selbst das Einkaufen der Weihnachtsgeschenke wird billiger, sofern man dafür mit dem Auto unterwegs ist.
Wie Stephan Heibel die Ölpreisschwankungen für die Anleger umsetzt, lesen Sie im Heibel-Ticker Börsenbrief.