Taiwan, das globale Beschaffungszentrum für Automobilteile, wird mit 550 Ausstellern einen starken Auftritt auf der Automechanika haben. Unter den 4.500 Ausstellern der Messe wird nur Deutschland noch stärker vertreten sein.

Von den 550 taiwanesischen Ausstellern werden 473 auf die Hallen 9.0, 9.1 und 9.2 verteilt sein, während eine Delegation von 77 Ausstellern in Halle 4.2 untergebracht sein wird.

Insgesamt sind in Taiwan 2.500 Autoteile-Hersteller beheimatet, von denen die meisten kleine oder mittelständische Unternehmen (KMU) sind. Um diesen KMU bei der Kontaktaufnahme zu ausländischen Einkäufern behilflich zu sein, hat TAITRA (Taiwan External Trade Development Council) die Delegation von 77 Ausstellern organisiert.

Mit Hilfe der neusten Technologien, die in Taiwans erstklassiger Elektronik- und Halbleiterbranche kreiert werden, entwickelt sich die Insel rapide zur Drehscheibe des internationalen Autoteile-Designs und der Autoteile-Entwicklung.

Im Rampenlicht stehen Reifen, GPS-Geräte und Fahrzeugbeleuchtung

Der größte Teil der in Taiwan hergestellten Autoteile wird nach Übersee ausgeführt, so dass die Exportrate für den Bereich Autoteile im letzten Jahr bei 69% lag.

Im Jahre 2005 waren die wichtigsten Produktkategorien für Taiwans Export Reifen, Fahrzeugbeleuchtungen und Stoßstangen. Mehr als ein Drittel der gesamten Exporte – geschätzte 4 Milliarden US$ – wurden nach Angaben des taiwanesischen Transportfahrzeug-Herstellerverbandes (Taiwan Transportation Vehicle Manufacturers’ Association, TTVMA) in die USA ausgeführt.

Der zweitwichtigste Bestimmungsort für die taiwanesischen Automobilteile war im letzten Jahr China, wohin 308 Millionen US$ bzw. 7,7% der gesamten Automobilteil-Exporte flossen.

Taiwans größter Reifenhersteller, die Nankang Rubber Tire Corp. Ltd., exportiert 37 bis 39 Prozent ihrer Produktion nach Europa und beinahe genauso viel nach Nordamerika. Innerhalb Europas trägt Deutschland am meisten zum Reifenabsatz der Firma Nankang bei, weitere wichtige Abnehmer sind Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien.

Nach einer starken Wintersaison 2005 in Europa gibt das Unternehmen Nankang an, seine Produktpalette vergrößern zu wollen. Auch soll die Marke Sonar stärker vertrieben und erstmals auch in den wichtigen Märkten außerhalb Taiwans eingeführt werden.

Der Sonar Sportreifen verfügt über eine breite Randleiste mit geraden Rillen, die den Aquaplaning-Effekt reduzieren und ein deutlich besseres Nässeverhalten zeigen. Der Sonar 4WD Reifen hat ein fünffaches gerades Rillendesign, welches für mehr Komfort sorgt. Sein Zickzack-Muster und das Mehrfach-Lamellen-Design erlauben eine höhere Griffigkeit.

Garmin Corp., die taiwanesische Niederlassung des US-amerikanischen Unternehmens Garmin International Inc., wird den Erwartungen zufolge dieses Jahr 1,4 bis 1,6 Millionen Einheiten des tragbaren Automobil- GPS-Navigationsgeräts „nüvi“ herstellen.

Obwohl es nur so groß ist wie ein Kartenspiel, ist nüvi tragbarer GPS-Navigator, Reiseinformationsdienst und digitales Unterhaltungssystem in einem. Wenn man es mit detaillierten Landkarten kombiniert, bietet nüvi automatische Routenplanung, schrittweise stimmliche Wegangaben sowie Eingaben mit einem Finger über einen Berührungsbildschirm.

Die Innovationskraft der Firma Garmin wird auch an ihrem Produkt iQue M4 sichtbar. Im Oktober 2005 kam es als erstes PDA auf den Markt, welches keinen PC zum Heraufladen der Landkarten benötigt.

DEPO Auto Parts Ind. Co., Ltd., Taiwans zweitgrößter Hersteller für Fahrzeugbeleuchtungen, gehört einem Konsortium aus taiwanesischen Automobil- und Motorradherstellern, Autoelektronik-Unternehmen, Autolampen-Lieferanten und Forschungsinstituten an. Dieses Konsortium nennt sich Advanced Car Light System R&D Alliance.

Im Juli dieses Jahres verkündete die Alliance, sie hätte einen Auto- und Motorradscheinwerfer mit Leuchtdiode (LED) entwickelt, welcher den normalen Scheinwerfern gegenüber verschiedene Vorteile aufweist. Hierzu zählen eine 10mal längere Lebensdauer des Produktes, Energieeinsparungen von bis zu 50% sowie eine 330mal schnellere Schaltzeit.

Dieser LED-Scheinwerfer der vierten Generation hat internationale Helligkeitstests bestanden und wird den Erwartungen zufolge schon bald durch lokale OE- und Sekundärmarktlieferanten für die Anwendung bei Motorrädern und Automobilen kommerzialisiert werden.

Noch müssen die LED-Scheinwerfer von den Autoherstellern weltweit angenommen werden. Nach Angaben des von der Regierung finanzierten Automotive Research and Testing Center (ARTC) dürfte Taiwan eine führende Position im Markt für LED-Scheinwerfer bei Automobilen und Motorrädern einnehmen, wenn der Kommerzialisierungsprozess nach Plan verläuft.

Bitte besuchen Sie die Webseiten www.taiwantrade.com.tw oder www.taiwaninnovalue.com, wenn Sie mehr Informationen wünschen.

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