Manchmal sagt die Kleidung mehr aus, als sich ihr Träger zu sagen traut.
Die Galerie Schloss Mondsee zeigt vom 11. März bis 9. April 2007 Arbeiten von Studierenden der Studienrichtungen Textil / Kunst & Design und Lehramt Textiles Gestalten der Kunstuniversität Linz. Die Präsentation besteht zum einen aus künstlerischen Formulierungen zu selbst gewählten Themen von Studentinnen höheren Semesters und zum anderen aus Arbeiten zum Thema „das weiße Hemd“.
Elegant und zeitlos sind wohl die Charakteristika, die man dem weißen Hemd abverlangt. Diese Klassiker im Kleiderschrank gehören im Business-Alltag nach wie vor zum Handwerkzeug und sind unabdinglicher Bestandteil festlichen Beisammenseins. Gleichzeitig unterstreichen sie Machtansprüche und Statusdenken. Themen und Zuschreibungen also, die geradezu nach einer künstlerischen Auseinandersetzung schreien. Die Bandbreite der ausgestellten Arbeiten reicht dabei von modischer Weiterentwicklung dieses Kleidungsstückes bis hin zum Aufspüren und Analysieren von komplexen Aussagen vestimentärer Kommunikation. Die Schau in der Galerie Schloss Mondsee lädt ein, zu hinterfragen, was denn nun Kleidung wirklich über und für den Träger aussagt.
Der zweite Teil der Ausstellung sind höchst individuelle künstlerische Formulierungen von Künstlerinnen/Studentinnen, die gerade dabei sind sich einen Platz in der Kunstszene zu schaffen und die das Studium demnächst hinter sich lassen werden.
Institutsleiterin O. Univ. Prof. Marga Persson und Kuratorin A. Univ. Prof. Priska Riedel möchten mit dieser anregenden Schau zeigen, was Textil in der Kunst sein kann. Die Präsentation spiegelt einen Ausschnitt der Flexibilität und Experimentierfreudigkeit im Umgang mit der Kunst wider, wie sie in den Studienrichtungen Textil/Kunst&Design und Lehramt Textiles Gestalten an der Kunstuniversität Linz praktiziert wird.