Der Leitzins gibt an, zu welchem Zinssatz über Nacht Ausleihungen, also sehr kurzfristiges Geld generiert werden können. Im Gegensatz dazu stehen die langfristigen Hypothekenkredite, die häufig bis zu 30 Jahren laufen. Der Verdienst der Banken liegt im Zinsunterschied der lang- und kurzfristigen Zinsen, da sie langfristig vergebene Hypothekenkredite kurzfristig am Markt refinanzieren, teilweise täglich, zum Leitzins der Notenbank. Je höher also der Hypothekenzins und desto niedriger der momentane Leitzins, um so mehr verdienen die Banken. Diesen Unterschied nennt man spread. Je größer der spread, desto steiler verläuft die Zinskurve und das ist gut für das Geschäft der Banken.

Der kurzfristige Zins wird von der Notenbank ein mal im Monat festgesetzt, der langfristige Zins jedoch bildet sich am Markt auf Grund von Angebot und Nachfrage.

Trotzdem spielt der kurzfristige Leitzins auch für den Markt eine Rolle, denn, wenn sich die Banken günstig refinanzieren können, werden sie den langfristigen Zins ebenfalls senken, um günstig Kredite vergeben zu können. Diese werden natürlich, je günstiger sie sind, stärker nachgefragt.

In unserem Börsenbrief betrachten wir unter anderem Fragen, wie: Warum sind die langfristigen Zinsen trotz der Leitzinssenkung nicht gesunken? Hierzu mehr im Heibel-Ticker.

Der Artikel besitzt Themenrelevanz zu Aktien Analyse Aktien Börse Börsenanalyse Börsenbrief Börsenkurse.